Kurze Implantate statt Knochenaufbau

Die traditionelle Implantologie stößt insbesondere bei Patienten mit geringem Knochenangebot auf erhebliche Herausforderungen. Das Risiko für Komplikationen steigt, und oft sind aufwändige und belastende Vorbehandlungen notwendig, um überhaupt eine Basis für Implantate schaffen zu können. Hier setzt die 3D-Implantatnavigation an: Sie ermöglicht eine sichere, präzise und minimalinvasive Implantatplatzierung – selbst in Fällen, die bisher als problematisch galten.

Warum 3D-Implantatnavigation bei kurzen Implantaten?

Die Nutzung der 3D-Implantatnavigation basiert auf der Anwendung von 3D-Bildgebungstechniken und 3D-enoralen Scans, um ein umfassendes dreidimensionales Modell des Kieferbereichs zu erstellen. Durch diese präzise bildliche Darstellung sind wir in der Lage, den idealen Ort für die Implantation nicht nur zu bestimmen, sondern auch die Implantationsprozedur virtuell im Vorfeld zu planen, was den tatsächlichen Eingriff vorbereitet.

Die präzise Platzierung ist von entscheidender Bedeutung beim Einsatz kurzer Implantate. Bei standardmäßigen Operationsverfahren mag eine Abweichung von einem Millimeter noch tolerierbar sein, doch bei einem 5 mm langen Implantat entspricht diese Abweichung bereits einem Fünftel seiner Länge. Eine solche Ungenauigkeit kann den Verlust des Implantats oder Schädigungen sensibler Strukturen, beispielsweise von Nerven, zur Folge haben.

Vorteile der Methode

Mit dieser Technik ist es uns möglich:

  • Die präzise Positionierung, Eindringtiefe und den Winkel des Implantats zu ermitteln.
  • Wesentliche anatomische Strukturen, einschließlich Nerven und Blutgefäße, zu visualisieren und eine Verletzung zu vermeiden.
  • Den chirurgischen Eingriff im Vorfeld zu simulieren, um unvorhergesehene Ereignisse zu minimieren.
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